
Den Rhythmus der Natur am Würzjoch erleben
Die Dolomiten pulsieren vor Leben. Zwischen Wald, Wiesen und schroffen Gipfeln entsteht Raum, zum Wandern, zum Atmen und um die Bergwelt zu erkunden.
Die Dolomiten leben von Bewegung und Rhythmus. Mit jeder Jahreszeit öffnet sich ein neues Kapitel im Leben der Bergtiere.
Von verschneiten Wäldern bis zu blühenden Almwiesen bestimmen die Zyklen der Natur ihr Verhalten, ihre Migration und ihr Zusammenspiel.
Der Kampf ums Überleben
Der stille Winter
Im Winter hüllen sich die Berge in Schnee, und die Tierwelt passt sich an, um zu überleben. Wer früh unterwegs ist, entdeckt im Reif die Spuren von Rehen und weißen Schneehasen.
Während einige Arten auf der Suche nach Nahrung in tiefere Täler ziehen, trotzen andere der Kälte, finden Schutz oder sparen ihre Kräfte.
Finken und das scheue Schneehuhn fügen sich unauffällig in die gefrorene Landschaft, während Murmeltiere Winterschlaf halten und Rehe von ihren Fettreserven aus dem Sommer leben.

Neues Erwachen in Farbe, Tanz und Gesang
Blühende Wiesen und Balz
Mit der Schneeschmelze erwachen die Wiesen zu neuem Leben und füllen sich mit alpinen Blüten. Zugvögel kehren zurück, bauen ihre Nester und ziehen ihre Jungen auf.
Auch der Wald wird lebendig: Auerhähne und Birkhühner beginnen ihre Balz mit eindrucksvollen Ritualen, Murmeltiere kommen aus ihren Bauen, und Rehe steigen langsam wieder zu den saftigen Sommerweiden auf.

Alles ist in Bewegung
Sommer: das Leben pulsiert
Vom späten Frühling bis in den Sommer prägen Fülle und Bewegung die Berge. Rehe äsen im hohen Gras, der Tannenhäher versteckt seine Samen in den Zirbenwäldern, und Alpendohlen begleiten Wanderer entlang der Grate. In steilen Felsflanken bewegen sich Gämsen sicher durch Gelände, das kaum ein anderes Tier erreicht.

Der herbstliche Klang des Waldes
Das Röhren der Hirsche
Der Herbst kündigt die Brunftzeit der Hirsche an. Mit kräftigem Röhren und dem Aufeinandertreffen der Geweihe messen sich die Männchen, ihre Rufe hallen durch die Täler. Mit sinkenden Temperaturen wechseln Rehe ihr rötliches Sommerfell gegen graubraunes Winterkleid und schließen sich wieder zu Gruppen zusammen – der Kreislauf beginnt von vorn.












